Daniel Prodan
Daniel Prodan 1994.jpg
Prodan bei der WM 1994
Personalia
Name Daniel Claudiu Prodan
Geburtstag 23. März 1972
Geburtsort Satu MareRumänien
Sterbedatum 16. November 2016
Sterbeort VoluntariRumänien
Größe 188 cm
Position Innenverteidiger
Junioren
Jahre Station
1984–1988 CSȘ Satu Mare
1988–1990 AS Victoria Bukarest
1990–1991 Olimpia Satu Mare
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1991–1992 Olimpia Satu Mare
1992–1996 Steaua Bukarest 121 (10)
1997–1998 Atlético Madrid 34 0(4)
1998–2000 Glasgow Rangers 0 0(0)
2000 → Steaua Bukarest (Leihe) 1 0(0)
2000–2001 → AS Rocar Bukarest (Leihe) 15 0(3)
2001 FC Național Bukarest 5 0(0)
2001–2002 Messina Calcio 5 0(1)
2002–2003 FC Național Bukarest 7 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1993–2001 Rumänien 54 0(1)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Daniel Claudiu „Didi“ Prodan (* 23. März 1972 in Satu Mare, Kreis Satu Mare; † 16. November 2016 in Voluntari) war ein rumänischer Fußballspieler und Sportdirektor. Der Innenverteidiger bestritt insgesamt 183 Spiele in der rumänischen Divizia A und der spanischen Primera División. Als Nationalspieler nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 und der Fußball-Europameisterschaft 1996 teil.

Karriere

Verein

Prodan begann seine Karriere 1984 in seiner Heimatstadt bei CSȘ Satu Mare. 1988 wechselte er in die Hauptstadt zu AS Victoria Bukarest, kehrte 1990 nach der Zwangsauflösung des Vereins aber wieder zurück und schloss sich Olimpia Satu Mare an. 1991 kam Prodan in den Kader der ersten Mannschaft, die seinerzeit in der Divizia B spielte. Bald darauf wurde der rumänische Spitzenklub Steaua Bukarest auf ihn aufmerksam, der ihn im Herbst 1992 unter Vertrag nahm. Am 8. November 1992 kam er zu seinem ersten Einsatz für Steaua in der höchsten rumänischen Spielklasse, der Divizia A.

Prodan stieg bereits in seiner ersten Spielzeit zum Stammspieler auf und gewann mit Steaua die Meisterschaft. Es folgten drei weitere sowie ein Pokalsieg, bevor er in der Winterpause der Saison 1996/97 ins Ausland wechselte und sich Atlético Madrid anschloss. Während er in Madrid in der Rückrunde regelmäßig zum Einsatz kam, spielte er in der kommenden Saison seltener. Im Sommer 1998 wechselte er zu den Glasgow Rangers in die Scottish Premier League.

Seine Zeit in Schottland war von einer langwierigen Knieverletzung geprägt, sodass er für die Rangers kein einziges Mal auflief. Im Frühjahr 2000 kehrte er nach Rumänien zurück, wo er zunächst bei Steaua Bukarest sein Comeback versuchte. Erst in der Saison 2000/01 kam er bei seinem neuen Verein AS Rocar Bukarest vermehrt zum Einsatz und schaffte auch die Rückkehr in die Nationalmannschaft.

Nach dem Abstieg von Rocar wechselte Prodan zum Ligakonkurrenten FC Național Bukarest, wo er in der Hinrunde der Saison 2001/02 wie auch in der Rückrunde bei Messina Calcio kaum eingesetzt wurde. Nach einer weiteren Spielzeit bei Național beendete er im Sommer 2003 seine Karriere.

Am 22. November 2005 wurde Prodan vom rumänischen Fußballverband zum Sportdirektor der Jugendnationalmannschaften ernannt.[1] Im März 2014 kam es wegen der U-17-Auswahl zu einem Streit mit Verbandspräsident Răzvan Burleanu, der Prodan entließ und zwei Jahre später vor Gericht Schadensersatz wegen Beleidigung zugesprochen bekam.[2]

Prodan kehrte vom 8. Februar 2016 bis zum 11. März 2016 als Sportdirektor des Erstligisten CS Concordia Chiajna noch einmal für kurze Zeit in den Profifußball zurück.[3]

Nationalmannschaft

Daniel Prodan bestritt 54 Spiele für die rumänische Fußballnationalmannschaft und erzielte dabei ein Tor. Er debütierte am 2. Juni 1993 gegen die Auswahl der Tschechen und Slowaken im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1994. Ein Jahr später stand er bei der Endrunde in den USA selbst im Kader und kam in allen fünf Spielen der Rumänen zum Einsatz. Auch zwei Jahre später bei der Europameisterschaft in England gehörte Prodan zum rumänischen Aufgebot und wurde in zwei Spielen eingesetzt.

Wegen einer Knieverletzung musste Prodan seine internationale Karriere im Jahr 1998 zunächst beenden, ehe ihm am 15. November 2000 gegen Jugoslawien sein Comeback gelang. Sein letztes Länderspiel bestritt er am 2. Juni 2001 im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2002 gegen Ungarn.

Erfolge