Übersichtskarte des Bürgerkriegs in Syrien
  • Von Regierungstruppen gehalten
  • Von der Freien Syrischen Armee, Islamistenmilizen und türkischen Einheiten gehalten
  • Von der dschihadistischen Dschabhat Fatah asch-Scham gehalten
  • Von den Demokratischen Kräften Syriens gehalten
  • Die Chronik des Bürgerkriegs in Syrien 2019 erfasst die Ereignisse des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2019.

    Januar

    Am 1. Januar meldeten Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) Kämpfe zwischen Rebellenfraktionen bei Aleppo. Die Gruppen Haiʾat Tahrir asch-Scham (HTS) und Harakat Nour al-Din al-Zenki (Teil der Nationalen Befreiungsfront) hätten sich demnach in mehreren Dörfern der Region bekämpft.[1]

    Am 5. Januar wurden nach Angaben von Kämpfern der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) zwei britische Soldaten bei einem Einsatz nahe Deir ez-Zor durch eine von IS-Kämpfern gestartete Rakete schwer verwundet, ein kurdischer Kämpfer sei getötet worden.[2]

    Am 6. Januar gaben die USA bekannt, den im Dezember 2018 angekündigten Abzug ihrer Truppen von einer türkischen Sicherheitsgarantie für die kurdischen Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) und der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) abhängig zu machen. Zuvor hatte die Türkei für die Zeit nach diesem Abzug eine Offensive gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien angekündigt.[3]

    Ebenfalls am 6. Januar eroberten islamistische HTS-Rebellen in den Fraktionskämpfen seit Jahreswechsel in Idlib den Ort al-Atareb (36°08′12″N 36°49′46″E) von Nureddin-al-Zenki-Rebellen. Diese waren stark geschwächt, weil ihr Verbündeter, die Türkei, einen Teil der Rebellenkämpfer zuvor für eine mögliche Offensive gegen die Kurden in Nordsyrien abgezogen hatte.[4] Die Islamisten kontrollierten damit etwa zwei Drittel des nicht von der syrischen Armee in der Region kontrollierten Gebiets.[5]

    Am 8. Januar gab der russische Militärpolizeisprecher Jusup Mamatow bekannt, dass die russische Militärpolizei im Gebiet um das kurdisch kontrollierte Manbidsch westlich des Euphrat mit Patrouillen zur Unterstützung der syrischen Armeeeinheiten in der Stadt begonnen habe.[6]

    Am 10. Januar gab die dschihadistische Terrororganisation HTS bekannt, sie habe ein Abkommen mit dem Rebellenbündnis Nationale Befreiungsfront über eine Waffenruhe und die Übernahme der Kontrolle in den nicht von der syrischen Armee kontrollierten Gebieten des Gouvernements Idlib geschlossen.[7]

    Am 11. Januar griffen israelische Kampfflugzeuge Ziele in Syrien an und trafen dabei ein vermutetes Waffenlager iranischer Truppen am Flughafen von Damaskus. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bestätigte den israelischen Angriff. Nach israelischen Presseangaben war das gleiche Gebäude bereits 2016 von den Israelis zerstört worden, aber von den Iranern wieder aufgebaut worden.[8]

    Am 13. Januar kündigte Donald Trump an, er werde die Türkei wirtschaftlich „zerstören“, wenn sie die Kurden attackiere.[9]

    Am 16. Januar zündete ein Selbstmordattentäter in Manbidsch nach Zeugenaussagen eine Bombe nahe einem Restaurant, in dem sich zu dem Zeitpunkt US-amerikanische Soldaten und einheimische Milizen trafen. Der IS bekannte sich zu dem Anschlag.[10] Zwei US-Soldaten, ein ziviler Angestellter des US-Verteidigungsministeriums und ein Söldner wurden getötet und mindestens drei weitere Personen verletzt.[11]

    Am 19. Januar kamen bei Gefechten zwischen dem vierten Korps der syrischen Streitkräfte unter dem Kommando des von Iran beeinflussten Bruders des Präsidenten, Mahir al-Assad, und dem von Russland ausgerüsteten fünften Armeekorps unter dem Kommando von Suhail al-Hasan dutzende Soldaten ums Leben.[12]

    Am 20. Januar gaben israelische Stellen an, man habe eine Mittelstreckenrakete abgefangen, die iranische Einheiten gegen 15:00 Uhr aus einem Vorort von Damaskus in Richtung Israels gestartet hätten – offenbar um sich für einen angeblichen israelischen Angriff, der wenige Stunden zuvor erfolgt sein soll, zu rächen. Das iranische Geschoss sei über dem von Israel besetzten Berg Hermon in den Golanhöhen von einer Batterie des Iron-Dome-Luftabwehrsystems abgefangen worden. Nach israelischen Angaben hatte man Zusicherungen erhalten, dass sich in der Gegend, aus der die iranische Rakete gestartet wurde, keine iranischen Truppen aufhalten würden.[13][14]

    In der Nacht vom 20. auf den 21. Januar griffen israelische Kampfflugzeuge in drei Wellen mehrere Ziele in Syrien an,[13] Hauptziel waren erneut Einrichtungen, die von iranischen Truppen benutzt werden. Waffenlager, Ziele am Flughafen von Damaskus, eine Geheimdiensteinrichtung und ein Trainingslager seien nach israelischen Angaben angegriffen worden. Auch die syrische Luftabwehr sei demnach Ziel der Angriffe gewesen.[14] Die Iraner meldeten als Folge des Angriffs elf Tote, vier davon waren, nach russischen Angaben, syrische Soldaten.[15] SOHR-Aktivisten gaben die Opferzahlen einen Tag später mit zwölf Iranern, sechs Syrern und drei Angehörigen anderer Nationen an.[16]

    Am 24. Januar wurden nach Schätzungen bis zu 39 Zivilisten im vom IS gehaltenen Ort al-Baghuz Fawqani bei einem Luftangriff getötet, als sie offenbar versuchten, sich mit Fahrzeugen abzusetzen.[17]

    Am 27. Januar wurde die Einschätzung von US- und SDF-Militärs bekannt, nach der der IS in Kürze sein komplettes Gebiet in Syrien verloren haben werde. Das vom IS gehaltene Restgebiet bestand demnach aus nur noch 10 km² um die Dörfer Marashida (34°30′13″N 40°55′47″E) und den Nachbarort al-Baghuz Fawqani.[17]

    Februar

    Am 1. Februar meldete eine Nachrichtenagentur, dass sich der deutsche Islamist Martin L., der sich 2014 dem IS angeschlossen hatte, mit zwei seiner Ehefrauen, bei al-Baghuz Fawqani den SDF ergeben hat.[18][19]

    Am 7. Februar meldeten israelische Medien die Entdeckung des Baus einer iranischen Fabrik für Lenkraketen nördlich der libanesischen Grenze bei Safita.[20]

    VOA-Video, das SDF-Kämpfer und Luftangriffe am 11. Februar bei Baghuz Fawqani zeigt

    Nachdem in der Region mehr als 20.000 Zivilisten evakuiert worden waren, starteten die von den Volksverteidigungseinheiten (YPG) dominierten SDF mit US-Unterstützung am 9. Februar eine Offensive gegen die letzten verbliebenen IS-Stellungen mit Schwerpunkt im Ort al-Baghuz Fawqani.[21][22] Zu Beginn der Schlacht von Baghuz wurde davon ausgegangen, dass sich in und um den Ort noch 600–1000 zum loyalen Kern der Terrororganisation zählende Dschihadisten aufhielten.[23] Nach kurdischen Schätzungen handelte es sich zum größten Teil um IS-Kämpfer mit ausländischen Wurzeln. Auf der irakischen Seite der Grenze gingen Koalitionstruppen mit französischer CESAR-Artillerie in Stellung, um die Offensive zu unterstützen und einen möglichen Ausbruch der IS-Kämpfer in den Irak zu verhindern.[24]

    Am 11. Februar meldeten syrische Staatsmedien, dass israelische Bodentruppen den Ort Quneitra von den Golanhöhen aus mit Panzergranaten beschossen hätten. Es habe keine Verluste gegeben.[25] SOHR-Aktivisten meldeten dagegen, die Israelis hätten iranische Milizsoldaten bei Quneitra und Jubata al-Khashab mit Raketen beschossen und es habe mehrere Verletzte gegeben.[26]

    Am 16. Februar hatten SDF-Kämpfer nach eigenen Angaben das Dorf al-Baghuz Fawqani eingenommen und so das verbliebene Gebiet, das in Syrien unter Kontrolle des IS steht, auf 5 km² reduziert. 440 IS-Kämpfer waren innerhalb einer Woche nach SOHR-Schätzungen gefangen genommen worden.[27][28]

    Am 19. Februar unterbrachen die von den USA unterstützten SDF-Kämpfer ihre Offensive gegen die Reste des IS erneut, um Kämpfern und Zivilisten die Möglichkeit zur Aufgabe zu geben. Mit dafür bereitgestellten LKW wurden dutzende Zivilisten und einige Kämpfer nach Angaben des SDF aus dem letzten IS-Gebiet abgeholt und in die SDF-Gefangenenlager transportiert. Syrische Regierungstruppen beschossen derweil nach SOHR-Angaben die Rebellengebiete um Idlib mit Raketen, wobei vier Zivilisten getötet worden seien.[29]

    Am 20. Februar beschossen Regierungstruppen nach SOHR-Angaben Ziele bei den Dörfern Kafr Zita (35°22′26″N 36°36′4″E) und Hasraya nördlich von Hama, dazu mehrere Ziele um Idlib. Islamistische Kämpfer griffen Regierungstruppen bei Jabal al-Akrad (35°39′5″N 36°12′2″E) an.[30]

    Am 21. Februar wurde berichtet, US-amerikanische, britische und französische Spezialeinheiten bereiteten sich vor, nach Evakuierung von Zivilisten in der Umgebung, die Stürmung der restlichen verbliebenen IS-Stellungen durch die SDF zu unterstützen und mögliche überlebende menschliche Schutzschilde zu befreien.[31]

    Am 22. Februar gaben weitere IS-Kämpfer im eingeschlossenen Restgebiet auf und ließen sich in einer Feuerpause nebst Familien vom SDF auf mindestens 36 Lastwagen in Lager transportieren. Neben Syrern und Irakern wurden nach ersten Einschätzungen Franzosen, Polen, chinesische Uiguren, Bengalis, Ägypter, Tadschiken und Marokkaner gefangen genommen. Rund 300 Kämpfer des IS sollen sich noch nach Schätzungen in einem Teil von Baghuz verschanzt haben.[32]

    Am 26. Februar meldeten SOHR-Aktivisten verstärkte Aktivitäten der syrischen Luftwaffe. Bevorzugt seien Ziele in Idlib entlang der Verbindungsstraße Damaskus-Aleppo angegriffen worden, dazu Ziele bei Hama. 13 Angriffe habe es allein am 26. Februar gegeben, weitere an den beiden Vortagen. Das syrische Staatsfernsehen gab an, Extremisten hätten zuvor mit Boden-Boden-Raketen aus der Region um Hama Regierungsgebiet beschossen.[33]

    März

    IS-Zivilisten bei Baghuz am 8. März 2019

    Am 1. März veröffentlichte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) eine Stellungnahme, nach der die Ermittler davon ausgehen, dass am 7. April 2018 in Duma Chlorgas eingesetzt wurde. Das Feststellen der Verantwortlichen für den Angriff ist, nach einem Veto Russlands im UNO-Sicherheitsrat gegen die Verlängerung eines entsprechenden Mandats, nicht mehr Gegenstand der OPCW-Ermittlungen.[34] SDF-Kämpfer nahmen am 1. März ihre Offensive gegen die Reste des IS beim Dorf al-Baghuz Fawqani wieder auf, nachdem die letzten fluchtwilligen Personen am Morgen abtransportiert worden waren. Die verbliebenen Kämpfer des IS hielten nach Presseberichten nur noch einen halben Quadratkilometer Gelände nahe dem Flussufer.[35]

    Am 3. März griffen Kämpfer der islamistischen Ansar al-Tawhid aus Idlib kommend in einer Reihe von Selbstmordattentaten[36] die Garnison der syrischen Armee im Ort Massasneh (35°17′31″N 36°39′56″E) an und töteten nach Schätzungen des SOHR 21 Soldaten und Milizionäre.[37]

    Am 4. März ließen SDF-Einheiten 283 syrische Männer frei, die im Kampf gegen den IS gefangen genommen worden waren, denen aber keine schweren Verbrechen zur Last gelegt wurden. Die Freilassung war mit arabischen Stammesführern aus dem Nord-Osten Syriens ausgehandelt worden. Weitere 150 IS-Kämpfer gaben nach SOHR-Angaben im Kessel bei Baghuz auf und ergaben sich dem SDF.[38]

    Am 6. März gaben etwa 2000 weitere Personen aus dem IS-Restgebiet bei Baghuz auf und ließen sich vom SDF abtransportieren. Der überwiegende Teil waren Frauen und Kinder, dazu Jesiden, die der IS zuvor im Irak verschleppt hatte und rund 400 IS-Kämpfer.[39]

    VOA-Video mit SDF-Kämpfern aus Baghuz vom 12. März

    Am 13. März kam es nach schwerem Artilleriebeschuss und Luftangriffen auf die verbliebenen IS-Stellungen und einem Gegenangriff des IS mit Selbstmordattentätern im Schutz eines Sandsturms nach SDF-Angaben zur Kapitulation von etwa 3000 IS-Kämpfern bei Baghuz innerhalb von 24 Stunden. Nach SDF-Schätzungen hielten sich jedoch noch immer Kämpfer des IS in dem Gebiet auf.[40] Ebenfalls am 13. März veröffentlichte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen seinen Finanzbedarf für 2019 zur Versorgung der syrischen Flüchtlinge in Syrien selbst und in den Nachbarländern. 5,5 Milliarden US Dollar sollen demnach für die Flüchtlinge in Nachbarländern und weitere 3,3 Milliarden für Syrien von Geberländern im Rahmen einer Konferenz in Brüssel aufgebracht werden. Für 2018 hatte man laut UNHCR nur 65 % der geforderten Mittel auch tatsächlich erhalten.[41] Kampfflugzeuge der Russischen Föderation beteiligten sich an der Luftoffensive der Assad-Regierung und griffen, im bisher umfangreichsten Angriff des Jahres, Ziele in der Idlib-Region an. Nach russischen Angaben habe man, in Abstimmung mit der Türkei, Ziele der islamistischen HTS-Miliz getroffen.[42]

    Am 15. März kam es erneut zu Angriffen von IS-Selbstmordattentätern bei Baghuz. Sechs Personen, die aus dem Ort zu fliehen versuchten, wurden dabei getötet. Am 17. März hatten Koalitionsflugzeuge eine Woche lang Bombenangriffe auf die eingeschlossenen Reste des IS geflogen. In der Schlacht von Baghuz waren nach SDF-Schätzungen bis dahin 1300 feindliche Kämpfer getötet worden.[43]

    Am 18. März versuchten die eingeschlossenen IS-Kämpfer in Baghuz nach Angaben des SDF einen Ausbruch aus dem Kessel, dabei seien 157 meist ausländische IS-Kämpfer gefangen genommen worden.[44]

    Am 19. März drangen SDF-Kämpfer nach eigenen Angaben auf den Geländerest mit der Zeltstadt vor, den IS-Kämpfer bis zuletzt verteidigt hatten. Der Sieg stehe nach SDF-Verlautbarungen nun kurz bevor.[44]

    Am 21. März hielten sich nach SDF-Schätzungen die letzten IS-Kämpfer möglicherweise in den Höhlen auf, die auf wenigen hundert Metern in das Ostufer des Euphrat bei Baghuz gegraben seien. Es sei unklar, wie weit sich die Tunnel erstrecken.[45]

    Am 23. März verkündete ein SDF-Sprecher den Fall von Baghuz und das Ende des IS-Kalifats.[46]

    April

    Am 4. April meldete die syrische staatsnahe Nachrichtenagentur Almasdar, dass IS-Kämpfer, die aus Baghuz über den Euphrat entkommen wären, syrische Truppen im 250 km westlich gelegenen Palmyra angegriffen hätten und sich nun in der syrischen Wüste in der Nähe der Pumpstation T2 (34°22′48″N 40°09′10″E) versteckt hielten.[47]

    Am 13. April meldeten syrische Staatsmedien, dass ein israelischer Luftangriff Ziele bei Masyaf getroffen habe. Die Angreifer hätten aus dem Luftraum des Libanon Raketen gestartet, die drei Ziele trafen. SOHR-Beobachter meldeten 17 verwundete Soldaten und eine unbekannte Zahl von Todesopfern.[48]

    Am 14. April machte die syrische Regierung die Sanktionen der USA für eine chronische Treibstoffknappheit im Land verantwortlich. Öltankern (aus dem Iran) sei seit Monaten die Durchfahrt durch den Suez-Kanal verwehrt worden. Die einheimische Produktion in Syrien, aus Ölfeldern unter staatlicher Kontrolle, reicht nach Presseberichten nicht aus, um den inländischen Bedarf zu decken.[49]

    Am 15. April meldeten syrische Staatsmedien einen Raketenangriff auf Aleppo. Aufständische aus Idlib hätten nach SOHR-Angaben 20 Raketen auf die Stadt gestartet, Elf Tote und elf Verwundete wurden von der Nachrichtenagentur SANA gemeldet.[50]

    In der Nacht zum 25. April meldete SANA einen israelischen Luftangriff auf Ziele bei Damaskus. Treffer auf Munitionslager der iranischen Verbündeten hätten nach SOHR-Angaben schwere Explosionen in einem Industriegebiet in Flughafennähe ausgelöst.[51]

    Mai

    Am 2. Mai setzten Vertreter der USA ihre Verhandlungen in der Türkei fort, bei denen nach Pressemeldungen die türkischen Forderungen nach einem 32 Kilometer tiefen Sicherungsstreifen (unter türkischer Kontrolle) auf syrischem Gebiet entlang der türkisch-syrischen Grenze erörtert wird. Die USA hatten einen 10 Kilometer tiefen Streifen angeboten, zu dem türkische Truppen jedoch keinen Zugang haben sollten. Weiter soll der Kauf des russischen Luftabwehrsystems S-400 durch die Türkei Gegenstand der Gespräche sein, die USA möchten den Türken ihr Patriot-System verkaufen, das eine Milliarde US-Dollar teurer und weniger fortschrittlich ist.[52]

    Am 4. Mai kam es zu Gefechten zwischen syrisch-kurdischen Milizen und Truppen des türkischen Präsidenten bei Tall Rifaat. Diplomaten und Journalisten spekulierten, dass unter russischer Vermittlung Teile der Provinz Idlib von türkeitreuen Rebellen an Syrien fallen soll, während im Gegenzug das Kurdengebiet um Tall Rifaat den Türken versprochen wurde.[53][54]

    Am 5. Mai griffen russische und syrische Kampfflugzeuge nach SOHR-Angaben Ziele in der Idlib-Region an. Ein Krankenhaus in Has (35°37′01″N 36°35′30″E) sei getroffen worden.[55] Zwei weitere Krankenstationen wurden ebenfalls getroffen, die Koordinaten aller dieser medizinischen Einrichtungen hatte man nach Rebellenangaben der Regierung zuvor mitgeteilt um Angriffe zu vermeiden.[56] Kämpfe zwischen Bodentruppen wurden am südlichen Rand der Idlib-Region gemeldet. Regierungstreue Truppen hatten nach SOHR-Angaben ein Dorf erobert, während Rebellengruppen widersprachen und einen Abwehrerfolg meldeten.[55] Artilleriefeuer traf einen der zwölf türkischen Beobachtungsposten in der Region, syrische Regierungsstellen meldeten, die Türken hätten den Posten zuvor geräumt.[56] Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay spekulierte öffentlich über eine Bedrohung der türkischen Kräfte durch Kurden aus Tall Rifaat.[54]

    Am 6. Mai rückten Eliteeinheiten der syrischen Regierung bei Kafr Nabuda (35°25′54″N 36°39′34″E) vor, syrische Staatsmedien vermeldeten Geländegewinne und den Beginn der erwarteten Großoffensive. Rebellen bestritten die Geländegewinne.[56]

    In der Nacht vom 17. auf den 18. Mai berichteten syrische Stellen von israelischen Angriffen auf Ziele bei Damaskus, dabei habe man anfliegende Ziele bei Quneitra abgeschossen. SOHR-Aktivisten meldeten, der Angriff habe einem Stützpunkt iranischer Milizen bei al-Kiswah gegolten, von wo mehrere Explosionen gemeldet wurden.[57]

    Am 18. Mai berichteten syrische Staatsmedien von einem weiteren israelischen Angriff. SOHR-Aktivisten berichteten von drei Raketen, von denen eine durch die Syrer abgeschossen wurde, während die anderen beiden syrische Truppen bei Quneitra getroffen hätten.[58]

    Am 19. Mai verkündete das russische Verteidigungsministerium für die russischen Truppen in Syrien eine einseitige Waffenruhe.[59]

    Ebenfalls am 19. Mai sollen syrische Truppen nach US-Angaben möglicherweise einen Angriff mit Chlorgas in Idlib durchgeführt haben. Die USA kündigten eine Untersuchung und gegebenenfalls eine schnelle Reaktion an. Russland und die syrische Regierung würden nach Einschätzung der USA eine Desinformationskampagne im Bezug auf den Einsatz chemischer Waffen betreiben, mit der sie versuchen, den Rebellen die Verantwortung für den Einsatz solcher Waffen zuzuschreiben.[60]

    Am 20. Mai griffen russische Kampfflugzeuge Ziele bei Kafr Nabuda an, wo sie offenbar eine Raketenbatterie vermuteten, die gegen ihre Luftwaffenbasis Hmeimim eingesetzt wurde. Nach SOHR-Angaben wurden durch den Angriff 10 Zivilisten getötet und eine Krankenstation so schwer beschädigt, dass sie den Betrieb einstellen musste.[61]

    Am 21. Mai veröffentlichte das UNO-Menschenrechtskommissariat eine Stellungnahme, nach der die syrische Regierung in Darʿā, dessen Verteidiger im Juli 2018 kapituliert hatten, offenbar Verhaftungen und Morde durchführen lässt. Elf Menschen seien ermordet und etwa 230 seien bisher dauerhaft eingesperrt worden.[62]

    Am 26. Mai wechselte Kafr Nabuda erneut den Besitzer und wurde wieder von syrischen Regierungstruppen besetzt, welche vier Tage zuvor von einem Gegenangriff aus dem Ort verdrängt worden waren. Der Eroberung ging nach Angaben der Aufständischen ein acht Stunden dauerndes Bombardement voraus.[63]

    Am 27. Mai beschrieb Fawaz Hilal, Vorsitzender der Rebellenverwaltung in Idlib, die Offensive der Regierungstruppen und ihrer russischen Verbündeten als verheerend. Wenn die Verteidigungslinien im nördlichen Hama und südlichen Idlib durchbrochen würden, könne nichts mehr die Truppen Assads vor der türkischen Grenze stoppen. Er forderte die Türkei auf, ihre Präsenz in Idlib zu verstärken und ihre Militärposten dort effektiv zu verteidigen, um der russischen und syrischen Luftwaffe ihre Angriffe zu verwehren. Gleichzeitig forderte er Zivilbeschäftigte der Verwaltung auf, bei den Verteidigungsbemühungen zu helfen. Jede Hilfe, von Spenden, über Schanzarbeiten, bis hin zum Dienst als Kämpfer, sei willkommen.[64] Eine amerikanische Nichtregierungsorganisation zählte seit dem Beginn der Offensive Ende April 2019 229 tote und 727 verwundete Zivilisten durch Luftangriffe in Idlib.[64]

    Ebenfalls am 27. Mai griffen israelische Truppen syrische Armeeangehörige in der Grenzregion in den Golanhöhen an. Syrische Staatsmedien berichteten, dass bei Tel al-Shaar ein Armeefahrzeug von einer israelischen Rakete getroffen wurde. Israelische Stellen gaben an, auf einen syrischen Flugabwehrraketenstarter geschossen zu haben, der zuvor ein israelisches Kampfflugzeug angegriffen habe.[65]

    Am 28. Mai starben bei russischen und syrischen Luftangriffen nach SOHR-Einschätzungen 21 Zivilisten in Idlib. Bei einem Angriff auf ein belebtes Viertel in Kafr Halab (36°03′35″N 36°52′18″E) starben demnach allein neun Menschen. Artilleriebeschuss zerstörte nach UNO-Angaben ein Krankenhaus in Kafranbel.[66]

    Am 29. Mai kamen bei Luftangriffen russischer und syrischer Kampfflugzeuge nach Schätzungen von Aktivisten 14 Zivilisten ums Leben. Getroffen wurden demnach die Dörfer Sarja (35°34′52″N 36°55′31″E), Bara (35°41′12″N 36°32′23″E) und Hbeit. Staatsmedien berichteten von einer Zivilistin, die durch Rebellenbeschuss in der Provinz Hama starb.[67]

    Juni

    Am 1. Juni meldeten syrische Hilfsorganisationen aus Idlib, dass seit Beginn der Offensive gegen die Region Ende April 2019, etwa 300.000 Personen in Richtung der türkischen Grenze geflohen seien, wo sie nun in vielen Fällen unter freiem Himmel campieren würden. Lediglich 103.000 Menschen seien in Lagern untergekommen.[68]

    Am 2. Juni griffen israelische Kampfflugzeuge erneut syrische Stellungen bei Quneitra an. Dabei wurden laut Angaben des syrischen Staatsfernsehens drei syrische Soldaten getötet. Das israelische Militär gab die Angriffe über Twitter zu; man habe Artilleriestellungen, Beobachtungsposten und eine Flugabwehrstellung angegriffen. Zuvor waren nach israelischen Angaben zwei Geschosse aus der Region in Richtung Israel abgefeuert worden.[69]

    Rund dreihundert Menschen waren bis Anfang Juni innert 40 Tagen in der Region um Idlib getötet worden. Presserecherchen vor Ort verstärkten den Eindruck, dass Spitäler und Krankenstationen vorsätzlich zum Ziel von Angriffen würden.[70]

    Am 5. Juni griffen russische und syrische Kampfflugzeuge erneut Ziele in Idlib an. Getroffen wurden nach Presserecherchen und SOHR-Angaben Kansafra (35°39′31″N 36°29′04″E) und drei weitere Dörfer der Region, fünf Menschen seien dabei getötet worden.[71]

    Am 6. Juni traten Kämpfer der islamistischen HTS zum Gegenangriff bei Jibeen (35°20′24″N 36°30′48″E) an. Drei Dörfer seien nach Rebellenangaben zurückerobert worden, nach Regierungsangaben wurden Angriffe auf Jibeen und Tal Maleh (35°18′21″N 36°31′10″E) abgewehrt. Die Luftangriffe in der Region gingen weiter.[72] Der Rebellenkommandeur Abdul Baset Al-Sarout wurde in Tal Maleh tödlich verwundet.[73]

    Am 10. Juni wurde das Dorf Jabala nach Angaben von Einwohnern durch russische Suchoi-Bomber aus großer Höhe mit Bomben angegriffen, mindestens 13 Menschen seien getötet worden.[74]

    Am 11. Juni teilte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen mit, dass man die Versorgung in Idlib nicht aufrecht erhalten könne und wegen der Kämpfe in der Region um Qal'at al-Mudiq 7000 Menschen nicht mehr erreiche.[74]

    Am 12. Juni teilten syrische Staatsmedien mit, das Militär habe einen israelischen Raketenangriff bei Tell al-Hara (33°03′46″N 35°59′32″E), einem strategisch bedeutsamen Berg nahe den Golanhöhen, abgewehrt. Es sei niemand zu Schaden gekommen.[75]

    Am 13. Juni meldete das türkische Verteidigungsministerium den vorsätzlichen Beschuss eines Beobachtungsstützpunktes in Idlib durch syrische Truppen. 35 Mörsergranaten seien auf die Anlage abgefeuert worden und drei türkische Soldaten verwundet worden. Man habe sich in Moskau über den Zwischenfall beschwert.[76]

    Bei Kämpfen in der Umgebung von Tal Maleh wurden am 18. und 19. Juni nach SOHR-Einschätzungen 41 Regierungssoldaten und 89 Rebellen getötet.[77]

    Am 22. Juni sind bei der Untersuchung von Öllecks nach Angaben syrischer Regierungsstellen Schäden an Unterwasserpipelines an mindestens sechs Stellen entdeckt worden. Terroristen seien nach Angaben von Energieminister Ali Ghanem verantwortlich. Die Pipelines sind vor dem Küstenort Baniyas verlegt, wo sich eine wichtige Erdölraffinerie befindet.[78]

    Juli

    In der Nacht zum 1. Juli griffen israelische Streitkräfte nach SOHR-Einschätzung von See und von Land her Ziele bei Homs und etwa zehn Ziele bei Damaskus an. Ziel seien Einrichtungen iranischer Truppen und verbündeter Milizen gewesen. 15 Tote, darunter sechs Zivilisten wurden gemeldet.[79] Eine beim Angriff abgefeuerte Rakete, offenbar eine von den Verteidigern gestartete Flugabwehrwaffe, schlug auf der Insel Zypern, 15 Kilometer nordöstlich von Nikosia und mehr als 200 Kilometer von der syrischen Küste entfernt, in unbewohntem Gebiet ein.[80]

    Am 4. Juli enterte eine Kommandoeinheit der britischen Royal Marines in Zusammenarbeit mit Polizeieinheiten den unter panamaischer Flagge fahrenden Supertanker Grace 1 vor Gibraltar und brachte das Schiff unter Kontrolle. Der Tanker war zuvor aus dem Iran kommend um Afrika am Kap der Guten Hoffnung vorbei gefahren und wollte die Meerenge von Gibraltar passieren. Das Schiff wird verdächtigt, als Blockadebrecher Sanktionen der EU gegen die Regierung Assad zu unterlaufen und mit etwa 274.000 Tonnen iranischen Öls auf dem Weg nach Syrien gewesen zu sein.[81][82]

    Am 9. Juli meldeten US-Regierungsvertreter, dass das Vereinigte Königreich und Frankreich zugestimmt hätten, zusätzliche Bodentruppen nach Nordsyrien zu entsenden, die die dortigen US-Einheiten mit ablösen sollen. Andere Nationen, wie Deutschland, hatten eine entsprechende Anfrage abgelehnt oder ausweichend geantwortet.[83]

    Am 13. und 14. Juli berichteten Aktivisten von Luftangriffen russischer und syrischer Streitkräfte in Idlib. 19 Menschen wurden demnach getötet. Kafarya (35°59′26″N 36°40′44″E) und Chan Schaichun (35°26′24″N 36°39′01″E) wurden getroffen.[84]

    Am 22. Juli starben nach SOHR-Angaben mindestens 20 Menschen bei Luftangriffen auf Maarat an-Numan, 50 weitere seien verletzt worden.[85]

    Am 26. Juli veröffentlichte die UN eine Stellungnahme nach der in der letzten 10 Tagen bei Angriffen auf Idlib 103 Zivilisten getötet worden seien. Seit Ende April hätten die Angriffe durch Syrische Einheiten, verbündete Milizen und Truppen der Russischen Föderation 400.000 Personen in der Region vertrieben.[86] Ebenfalls am 26. Juli wird die Freilassung des amerikanischen Weltenbummlers Sam Goodwin bekanntgegeben, den syrische Sicherheitskräfte festgenommen hatten, als er 62 Tage zuvor[87] aus den Kurdengebieten in das Gebiet unter Regierungskontrolle gekommen war.[88]

    August

    Am 1. August griffen israelische Streitkräfte nach Angaben syrischer Staatsmedien ein Ziel bei Quneitra in den Golanhöhen mit Raketen an. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Arabische Medien spekulierten, dass Kämpfer der Hisbollah Ziel der Attacke waren.[89]

    Am 2. August meldeten syrische Staatsmedien, die Regierung habe einem Waffenstillstand in Idlib zugestimmt. Die Vereinbarung sei an die Bedingung geknüpft, dass sich die aufständischen Kämpfer 20 Kilometer von den Grenzen der demilitarisierten Zonen zurückziehen, die das Rebellengebiet umschliessen. Der Waffenstillstand sollte am Nachmittag des 1. August in Kraft treten, SOHR-Aktivisten meldeten jedoch am Morgen des 2. August weiter Gefechte in der Region.[90]

    Am 5. August setzten syrische Kampfflugzeuge ihre Luftangriffe auf Ziele in Idlib fort. Nach Angaben von Oppositionellen wurde neben anderen Dörfern auch Chan Schaichun getroffen. Nach staatlichen Medien hätten Kämpfer der Aufständischen die Waffenruhe als Erste verletzt. Weiter gaben russische Stellen bekannt, der Militärflugplatz Hmeimim sei aus der Idlib-Region beschossen worden, es seien aber keine Schäden entstanden.[91]

    Am 7. August einigten sich Vertreter der USA und der Türkei nach eigenen Angaben auf die Einrichtung einer Einsatzzentrale in der Türkei, die die Einrichtung einer „Sicherheitszone“ in Nordsyrien koordinieren und diese Zone später auch verwalten soll.[92]

    Am 11. August drangen syrische Regierungstruppen im Zuge ihrer Offensive in den Ort Al-Hobeit vor.[93]

    Am 14. August meldeten Aufständische und oppositionsnahe Medien den Abschuss eines Su-22 Bombers der syrischen Luftwaffe über Chan Schaichun. Der Pilot sei gefangen genommen worden.[93]

    Am 19. August griffen syrische oder russische Kampfflugzeuge Ziele in der Nähe eines türkischen Militärkonvois an, der sich mit Kampfpanzern und schweren Waffen von Norden kommend dem Ort Chan Schaichun näherte. Nach türkischen Angaben waren die Fahrzeuge auf dem Weg zum türkischen Beobachtungsposten bei Morek, südlich von Chan Schaichun. Nach syrischen Staatsmedien hätten die Türken dagegen versucht, Nachschub in das von Westen und Osten durch syrische Bodentruppen stark bedrängte Chan Schaichun zu schaffen. Der Angriff hätte nach Einschätzung eines Al Jazeera Reporters zum Ziel gehabt, die Türken von einer Weiterfahrt abzuschrecken. Das türkische Verteidigungsministerium verurteilte den Luftangriff und gab an, 3 Zivilisten seien dabei getötet und mehrere verwundet worden.[94]

    Am 20. August meldeten Oppositionsquellen den Rückzug der verbliebenen HTS-Kämpfer und der Angehörigen anderer Gruppierungen, die Chan Schaichun verteidigt hatten. Man wolle sich nach einer HTS-Stellungnahme südlich der Stadt neu aufstellen.[95] SOHR-Aktivisten berichteten, dass sich die HTS-Kämpfer auf den türkischen Beobachtungsposten bei Morek zurückgezogen hätten.[96]

    Einzelnachweise

    1. 2019 in Aleppo begins with a strife between factions caused human casualties in clashes between Tahrir al-Sham and the National Front after more than 2 months on their consensus. syriahr.com vom 1. Januar 2019.
    2. Adam Forrest: Two British soldiers seriously injured in Syria after Isis missile attack. The Independent vom 6. Januar 2018.
    3. Trump Adviser: US to Leave Syria Once IS Beaten, Kurds Safe. In: New York Times. 6. Januar 2019. Abgerufen am 7. Januar 2019.
    4. Inga Rogg: Extremisten sind im syrischen Idlib auf dem Vormarsch. Neue Zürcher Zeitung vom 7. Januar 2019.
    5. Syrische Provinz Idlib: Die Dschihadisten erobern, die Türkei schaut zu. Spiegel Online, 9. Januar 2019.
    6. Syrien: Russische Militärpolizei beginnt Patrouillen um syrische Stadt Manbidsch. Zeit Online, 8. Januar 2019.
    7. Extremismus: Dschihadisten von Hajat Tahrir al-Scham übernehmen offenbar Kontrolle über Idlib. Welt Online, 10. Januar 2019.
    8. Satellite photos show Iranian missile depot allegedly leveled by Israeli strike. Times of Israel vom 13. Januar 2019.
    9. Trump droht Türkei mit «wirtschaftlicher Zerstörung». Tages-Anzeiger, 14. Januar 2019.
    10. At least four US troops killed in Syria blast claimed by Isis. The Guardian vom 16. Januar 2019.
    11. Karen DeYoung: Killing of 4 Americans in Syria throws spotlight on Trump’s policy. Washington Post vom 16. Januar 2019.
    12. Nicht Verbündete – die Zusammenarbeit beschränkt sich auf Syrien. Nowaja Gaseta, 28. Januar 2019.
    13. a b Juda Ari Gross: IDF: Iranian troops fired missile at Israel as a warning against future attacks. timesofisrael.com vom 21. Januar 2019.
    14. a b Israel greift erneut iranische Ziele in Syrien an. Neue Zürcher Zeitung vom 21. Januar 2019.
    15. Iran threatens to „eliminate Israel from the Earth“ as tensions escalate over Syria airstrikes. The Independent vom 21. Januar 2019.
    16. Judah Ari Gros: Monitor: 21 died in Israeli strikes in Syria Monday, 12 of them Iranian fighters. Times of Israel vom 22. Januar 2019.
    17. a b Liz Sly: The once vast ISIS „caliphate“ is now reduced to a pair of villages in Syria. Washington Post vom 27. Januar 2019.
    18. Kurden nehmen deutschen Jihadisten Martin Lemke fest. Der Standard vom 1. Februar 2019.
    19. Christian Fuchs, Yassin Musharbash und Holger Stark: Vom Schweißer zum Schlächter. Zeit.de vom 13. Dezember 2017.
    20. Israel said to find new Iranian precision missile factory in northwest Syria. timesofisrael.com vom 7. Februar 2019.
    21. US-backed Syrian forces launch attack on final Isis stronghold. The Guardian, 10. Februar 2019.
    22. In Syria, U.S.-backed forces launch battle for last Islamic State foothold. Washington Post, 10. Februar 2019.
    23. US-backed Fighters Launch Final Push to Defeat IS in Syria. VOA News, 9. Februar 2019.
    24. Maya Gebeily: „Heavy clashes“ as US-backed forces make final push against IS. timesofisrael.com vom 10. Februar 2019.
    25. Syria reports Israeli artillery attack on Quneitra. Times of Israel vom 11. Februar 2019.
    26. After about 3 weeks of tension at the Syrian border with the occupied Golan…Israeli rocket strikes target militiamen loyal to the regime forces in Al-Quneitra countryside leaving human losses. SOHR vom 12. Februar 2019.
    27. Chris Baynes: Isis caliphate „reduced to just 700sq m“ as US-backed forces close in on last enclave in Syria. The Independent vom 16. Februar 2019.
    28. US-backed fighters launch final push to defeat ISIS in Syria. SOHR vom 16. Februar 2019.
    29. Gihad Darwish und Rouba El Husseini: Dozens of civilians, fighters quit Syria jihadist holdout, say US-backed forces. timesofisrael.com vom 20. Februar 2019.
    30. The regime forces target today evening more than 11 towns in both Hama and Idlib countryside by shells leaving a woman dead and others wounded. SOHR auf syriahr.com vom 21. Februar 2019.
    31. Endgame for the Isis „caliphate“ looms in small Syrian town. The Guardian, 21. Februar 2019. (englisch)
    32. Sarah El Deeb: Told to leave, IS ‘caliphate’ holdouts in Syria stay devoted. timesofisrael.com vom 23. Februar 2019.
    33. Stephen Kalin und Sarah Dadouch: Air Strikes Up Sharply in Rebel-Held Northwest Syria: Monitors. New York Times vom 26. Februar 2019.
    34. Mike Corder: Watchdog confirms chlorine used in 2018 attack on Syrian rebel town of Douma. Times of Israel vom 2. März 2019.
    35. Rouba El Husseini: Kurdish-led Syria force resumes assault on last IS holdout. Times of Israel vom 1. März 2019.
    36. At 33 casualties in the ranks of the regime forces in 2 attacks targeted them within the areas of Putin – Erdogan agreement in Hama and Latakia Mountains in about 12 hours. SOHR vom 3. März 2019.
    37. Bethan McKernan: The caliphate is a hellscape of smoke and fire – Isis has nowhere left to go. The Guardian vom 3. März 2019.
    38. Richard Hall: Hundreds of Isis prisoners with „no blood on their hands“ released in Syria. The Independent vom 5. März 2019.
    39. Hundreds of ISIL fighters surrender in Syria's Baghouz: SDF. aljazeera.com vom 6. März 2019.
    40. Tony Gamal-Gabriel and Rouba El Husseini: 3,000 IS fighters surrender as defeat looms in Syria. timesofisrael.com vom 13. März 2019.
    41. United Nations calls for sustained support to Syrians and the region ahead of Brussels conference. UN.org vom 13. März 2019.
    42. Patrick Wintour: Russian and Syrian airstrikes intensify on rebel-held Idlib. The Guardian vom 14. März 2019.
    43. AFP: Syrian fighters say „thousands“ still inside last ISIL pocket. aljazeera.com vom 18. März 2019.
    44. a b Richard Hall: Isis caliphate on brink of defeat as Syrian forces take control of jihadist tent city. The Independent.co.uk vom 19. März 2019.
    45. Anchal Vohra: „Suffocating smell of death“ as SDF attacks last ISIL pocket. aljazeera.com vom 22. März 2019.
    46. Richard Hall: Isis caliphate defeated: Victory declared as Islamic State loses last of its territory. The Independent vom 23. März 2019.
    47. Dozens of ISIS fighters escape Baghouz to launch big assault on Syrian Army troops near Palmyra. almasdarnews.com vom 4. April 2019.
    48. Syria says Israeli air attack injures six soldiers. aljazeera.com vom 13. April 2019.
    49. Sanctions On Damascus And Tehran Have Led To Serious Fuel Shortages In Syria. radiofarda.com/AFP vom 14. April 2019.
    50. Rockets kill 11 in Syria's northern city of Aleppo: Reports. aljazeera.com vom 15. April 2019.
    51. Syria says Israeli jets carry out airstrike near Aleppo. timesofisrael.com vom 26. April 2019.
    52. Philipp Mattheis: US-Delegation diskutiert in Ankara über Syrien-Politik. Der Standard vom 2. Mai 2019.
    53. Gudrun Harrer: Auf Kosten der Kurden: Krieg und Kuhhandel in Syrien. Der Standard vom 7. Mai 2019.
    54. a b Martin Chulov: Russia and Turkey landgrab „behind fresh Syria bombardment.“ The Guardian vom 8. Mai 2019.
    55. a b Syrische Truppen greifen letztes großes Rebellengebiet an. Der Standard vom 6. Mai 2019.
    56. a b c Inga Rogg: Asads Truppen greifen Idlib an. NZZ vom 7. Mai 2019.
    57. Syria says Israel carried out strike, claims to intercept missiles. Times of Israel vom 17. Mai 2019.
    58. Syria says air defenses intercept Israeli missiles, in 2nd incident in 24 hours. Times of Israel vom 18. Mai 2019.
    59. Russia announces unilateral ceasefire by Syrian forces in Idlib. aljazeera.com vom 19. Mai 2019.
    60. US accuses Syrian government of fresh chemical weapon attack. The Guardian vom 22. Mai 2019.
    61. Russian air raids „kill five children“ in Syria's Idlib. aljazeera.com vom 21. Mai 2019.
    62. „Targeted killings“ and wave of arrests in Syria's Deraa. aljazeera.com vom 21. Mai 2019.
    63. Syrian forces pound rebel targets in the besieged northwest. Al Jazeera vom 26. Mai 2019.
    64. a b Top Idlib official urges defence against Syrian government forces. aljazeera.com vom 27. Mai 2019.
    65. Israel and Syria exchange fire amid soaring regional tensions. aljazeera.com vom 28. Mai 2019.
    66. More than 20 civilians killed in attacks on Syria's northwest. aljazeera.com vom 30. Mai 2019.
    67. At least 14 civilians killed in air raid on Syria's Idlib. aljazeera.com vom 30. Mai 2019.
    68. Syrian NGOs warn of mass displacement in last rebel-held area. aljazeera.com vom 1. Juni 2019.
    69. Colin Dury: Three soldiers killed after Israel attacks Syrian military positions near Golan Heights. The Independent vom 2. Juni 2019.
    70. Syria, Russia air attacks hit Idlib's hospitals. AlJazeera, 4. Juni 2019: „at least 26 medical facilities have been hit“/„the (deescalation) agreement has been constantly violated by the Governement of Syria and Russia“
    71. Syrian air strikes kill civilians in besieged Idlib. Aljazeera vom 6. Juni 2019.
    72. Syrian attacks on civilians continue amid rebel counterattack. Aljazeera vom 7. Juni 2019.
    73. Christian Weisflog: Syriens «Sänger der Revolution» wird in der Schlacht getötet und stürzt die Oppositionellen in Trauer. NZZ vom 11. Juni 2019.
    74. a b Syria escalation hampers food delivery to affected areas: WFP. Aljazeera vom 11. Juni 2019.
    75. Syria says it 'thwarted' Israeli missile attack. Al Jazeera vom 12. Juni 2019.
    76. Turkey says Syrian forces hit observation tower in Idlib. Al Jazeera vom 13. Juni 2019.
    77. Dozens killed in heavy fighting in northwest Syria. Al Jazeera vom 20. Juni 1019.
    78. Tzvi Joffre: Underwater oil pipelines sabotaged near Syria. Jerusalem Post vom 24. Juni 2019.
    79. Judah Ari Gross: 15 said killed, 9 of them foreigners, as Israel strikes Iranian sites in Syria. Times of Israel vom 1. Juli 2019.
    80. Alessio Perrone: „Stray“ missile crashes near Cyprus capital. The Independent vom 1. Juli 2019.
    81. Royal Marines help seize tanker suspected of carrying Iranian oil to Syria. The Guardian vom 4. Juli 2019.
    82. Gibraltar Detains Syria-Bound Tanker with Iranian Oil. VOA vom 4. Juli 2019 / 2.000.000 bbl*0,137 = 274.000 Tonnen
    83. Dan Sabbagh:"UK and France to send further forces to Syria in aid of US withdrawal" Guardian vom 9. Juli 2019
    84. "At least 22 civilians killed in government air attacks in Syria" Aljazeera vom 14. Juli 2019
    85. "20 Menschen sterben bei Luftangriffen in Syrien" Tagesspiegel.de vom 22. Juli 2019
    86. "More than 100 killed in Syria air raids in past 10 days, UN says" aljazeera.com vom 26. Juli 2019
    87. Vivian Yee: "An American Aimed to See Every Country in the World. Then He Hit Syria." nytimes.com vom 26. Juli 2019
    88. "American 'worldwide traveller' freed in Syria" bbc.com vom 26. Juli 2019
    89. "Netanyahu appears to confirm Israeli missile fire at Syrian Golan" timesofisrael.com vom 2. August 2019
    90. Albert Aji znd Edith M. Lederer: "Syria says it agrees to cease-fire in rebel stronghold" timesofisrael.com vom 2. August 2019
    91. AfP:"Syrian army resumes operations in rebel-held Idlib" aljazeera.com vom 5. August 2019
    92. Tessa Fox: "Turkey, US agree to set up operation centre for Syria safe zone" aljazeera.com vom 7. August 2019
    93. a b "Syrische Aufständische melden Abschuss eines Su-22-Kampfflugzeugs" derstandard.at vom 14. August 2019
    94. "Turkey says military convoy targeted in northern Syria" aljazeera.com vom 19. August 2019
    95. "Rebels withdraw in key Syrian town as pro-Assad troops advance" The Guardian vom 20. August 2019
    96. Gemma Fox: "Syrian regime set to retake town in key rebel-held area after years of opposition control" The Independent vom 20. August 2019
    Original: Original:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Chronik_des_Bürgerkriegs_in_Syrien_2019