Christlichdemokratische Volkspartei

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Gründungsdatum: 22. April 1912 (als Schweizerische Konservative Volkspartei)
Gründungsort: Ruswil
Ideologie: Christdemokratie
Wertkonservativismus[1]
Präsidium: Gerhard Pfister

Gerhard Pfister

Vizepräsidium: Ida Glanzmann
Generalsekretär: Gianna Luzio
Mitglieder im Bundesrat: Doris Leuthard
Mitglieder: 100'000[2]
(Stand: 2014)
Frauenanteil: im Nationalrat: 33,3 %
im Ständerat: 7,7 %
(Stand: NR-Wahlen 2015)
Wähleranteil: 11,6 %[3]
(Stand: NR-Wahlen 2015)
Nationalrat:
27/200
Ständerat:
13/46
Fraktion (BV): CVP/EVP-Fraktion
Fraktionspräsident: Filippo Lombardi
Kantonale Parlamente:
426/2609

(Stand: April 2017)
Kantonale Regierungen:
40/154

(Stand: Mai 2017)
Gruppierungen: CVP Frauen
Junge CVP
Christlichsoziale Partei
Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft
Forum politique suisse
Forum de l’entreprise
Hausanschrift: Hirschengraben 9
3011 Bern
Internationale Verbindungen: Christlich Demokratische Internationale
Europapartei: Europäische Volkspartei (assoziiert)
Website: www.cvp.ch

Die Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz (CVP Schweiz), französisch Parti démocrate-chrétien (PDC), italienisch Partito popolare democratico svizzero (PPD), rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Partida cristiandemocratica Svizra PCD?/i, ist eine in der politischen Mitte positionierte Regierungspartei in der Schweiz. Ihre Wurzeln hat sie in einer konservativ-katholischen Volksbewegung. Sie wurde 1912 als Schweizerische Konservative Volkspartei (KVP) gegründet, die Katholisch-Konservativen waren damit erstmals in einer formellen gesamtschweizerischen Organisation verbunden, die 1919 einen zweiten Sitz im Bundesrat erhielt.

Inhaltliches Profil

Die Position der CVP im politischen Spektrum der Schweiz (2007)

Die CVP bezeichnet sich in ihrem Parteiprogramm als liberal-sozial, wobei sie im Sinne der sogenannten sozialen Marktwirtschaft liberale Grundsätze mit der Gewährleistung von sozialen Grundrechten verbinden will. Die CVP sieht sich als Vertreterin für Familien sowie kleine und mittlere Unternehmen. Ausserdem will sie den Mittelstand stärken.

Die Expansion der Partei in die reformierten Kantone, in denen die CVP eine aus ihrer Sicht soziale und liberale Politik betreibt, steht der traditionellen Rolle der CVP als staatstragender Partei in den katholischen Stammlanden (Zentralschweiz, Wallis, Tessin) gegenüber; dort besteht die Wählerbasis noch immer aus eher konservativen Bürgern. Ein weiterer Grund ist die Dominanz der Partei in den Stammlanden – im Kanton Luzern stellte sie bis ins Jahr 2005 drei von fünf Mitgliedern der Regierung, im Wallis ist es immer noch so –, die zu einem Konsenskurs zwingt.

Struktur

Die Christlichdemokratische Volkspartei hat die Rechtsform eines eingetragenen Politischen Verein. Sie ist in 26 Kantonalparteien gegliedert und hat insgesamt 100.000 Mitglieder.

Politische Leitung

Delegiertenversammlung

Höchstes Organ auf Bundesebene ist die Delegiertenversammlung. Der Parteitag besteht aus den Delegierten der Kantonalparteien und tritt mindestens zweimal jährlich zusammen. Seine Aufgaben sind insbesondere die Beschlussfassung über die Grundlinien der Parteipolitik, das Parteiprogramm und die Satzung sowie die Wahl und Kontrolle der Funktionsträger auf Bundesebene.

Parteivorstand

Das leitende sowie vollziehende Organ der Bundespartei ist der Parteivorstand. Diesem gehören 68 Mitglieder an und setzt sich zusammen aus den Mitgliedern des Parteipräsidiums, fünf Mitgliedern der Fraktion, zwei Personen pro anerkannte Vereinigung sowie je einer Frau und einem Mann pro Kantonalpartei.

Präsidium

Die Erledigung der laufenden Geschäfte und Fragen wirtschaftlicher Betätigung der Partei ist Aufgabe des Präsidiums der Partei, dem neben dem Parteipräsidenten und seinen Stellvertretern, dem Präsidenten der CVP-EVP-Fraktion sieben von der Delegiertenversammlung gewählte Mitglieder angehören.

Parteipräsident Gerhard Pfister
Vize-Präsident/in Ida Glanzmann-Hunkeler
Präsident der CVP-EVP-Fraktion Filippo Lombardi
Weitere Mitglieder des Präsidiums

Die parteiinterne Verwaltung und Organisation obliegt dem Generalsekretariat, das seinen Sitz am Hirschengraben in Bern hat. Das Generalsekretariat leiten die Generalsekretärin Béatrice Wertli, der Geschäftsführer Moritz Segna und der Kommunikations-Chef Thomas Jauch.

Presseorgane

Mit dem Ende der parteigebundenen Medienerzeugnissen in der Schweiz gab die CVP ab den 1970er Jahren, ein eigenes Heft heraus. In den 1980er Jahren vertrieb die Partei das CVP Magazin, auf welches das CVP-Blatt Gazette folgte. Dieses wurde durch das Presseorgan Die Politik, nach eigener Darstellung das „Meinungsmagazin des politischen Zentrums“ und der politischen Meinungsbildung, abgelöst. Es erscheinen monatlich Themahefte. Weitere Beiträge zu aktuellen Aspekten des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Geschehens runden die Zeitschrift ab. Die Politik erscheint seit 2005 auf deutsch und französisch (La Politique) mit einer beglaubigten Auflage von rund 11'000 Exemplaren.

Vereinigungen der CVP

Die CVP hat folgende Vereinigungen: